Donnerstag, 16. Januar 2014

Reise nach Peru

Das neue Jahr hat begonnen und während die meisten Leute diese Zeit nutzen, um mit neuer Kraft in die Arbeit zu starten, machen wir, Charlie und ich, erst einmal einen Monat Urlaub. Diese Zeit nutzen wir natürlich dafür, ein bisschen mehr von Bolivien und Boliviens Nachbarländern zu erkunden und so starteten wir am 4. Januar mit unserer Reise nach Peru - eine wirklich abenteuerliche Reise.

Von Cochabamba aus ging es mit dem Reisebus (flota) nach La Paz und von da aus über die Grenze nach Cusco, Peru. Leichter gesagt als getan, denn an der Grenze gab es dann das erste kleine Problem: Wir, zwei deutsche Mädchen, deutsche Staatsbürgerschaft, das kann ja eigentlich nicht so schwierig sein Bolivien zu verlassen und nach Peru einzureisen. Aber nein, die Bolivianer waren mal wieder ganz schlau und haben sich überlegt, dass wir durch unser einjahres Visum mehr Bolivianerinnen als Deutsche sind und somit auch wie Bolivianer behandelt werden. So wurde uns nach langem warten in einer Schlange dann bekannt gegeben, dass wir noch einen Zettel ausfüllen müssen. Also wieder raus aus der Schlange, Zettel ausfüllen und wieder ganz hinten anstellen. Super!
Endlich wieder vorne angekommen mussten wir wieder warten.. und wofür? - um die bolivianischen Beamten ein kleines bisschen reicher zu machen und endlich den Ausreise-Stempel zu bekommen.

Das Einreisen nach Peru war zum Glück dann ohne Probleme und wir konnten unsere Fahrt fortsetzen, sodass wir nach guten 24 Stunden in unserem Hotel in Cusco ankamen.

Nach einem Tag Stadt erkunden ging es am Montag mit Auto und Fahrrädern im Gepäck in die Berge. Von dort starteten wir unsere 4 tägige Tour und fuhren 3 Stunden im strömenden Regen mit unseren Fahrrädern bis ins kleine Örtchen Santa Maria, wo wir ein Hotel für die Nacht hatten.

Am nächsten Tag ging es weiter nach Santa Theresa, diesmal jedoch zu Fuß. Wir folgten 4 Stunden lang den alten Wegen der Inkas, die hoch und runter durch die Berge führen, genossen die grandiose Aussicht und bekamen vieles von unserem Gia (Tourführer) erklärt. Wir probierten sowohl Kakaobohnen, Honig als auch Coca, der uns sehr dabei half, den Tag zu überstehen.
außerdem ließen wir uns mit einer Farbe aus roten Beeren bemalen und zogen uns traditionell an
Coca, nicht zu verwechseln mit Kokain, wurde vor allem früher von den Arbeitern benutzt, um Energie für den langen Arbeitstag zu bekommen und Müdigkeit und Hunger zu unterdrücken. Der Coca (grüne mittelgroße Blätter) wird gekaut und im Mund, in der Backe, aufbewahrt und gelegentlich immer mal wieder gekaut. Dadurch wird anfangs durch den Saft der Mund betäubt und, wenn man es extrem zu sich nimmt, auch der Magenbereich.
sehr typisch für unseren Weg: Steintreppen!

In unserem zweiten Ort angekommen ging es direkt weiter zum zip lining, wobei wir Seilbahnen, die von einem zum anderen Berg gespannt waren, mal Kopfüber und mal als Superman entlang rasten.


Nach einem entspannenden Aufenthalt in warmen Quellen und einem weitern Tag, an dem wir 6 Stunden dem Inka Pfad tief in die Berge folgten, kamen wir mit dem Zug in Machu Picchu pueblo an. Von dort aus besuchten wir am nächsten Morgen die Ruinen der Inka-Stadt Machu Picchu.

in diesem Stein wird ein Kondorkopf dargestellt, der für die Ebene der Götter steht













Am Nachmittag ging es dann wieder zurück Richtung Cusco, wo wir mit 3 Stunden Verspätung ankamen und am nächsten Tag lagen dann nur noch 24 Stunden Busfahrt zwischen uns und Cochabamba.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen